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Demografischer Wandel: TaF Glonntal setzt auf Qualität statt Quantität

[Quelle: Bayerisiches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung, April 2010]
(pre) Vorgestellt wurde die Statistik im Oktober des vergangenen Jahres im Haus der Gemeinde Egmating anlässlich einer Podiumsdiskussion zum Thema "Wohin rollt der Amateurfußball?" Unter den zahlreichen Zuhörern war auch Glonntals sportlicher Leiter Klaus Preß, der sich u.a. noch an die Worte von Reinhold Baier, dem Vizepräsidenten des Bayerischen Fußballverbandes erinnert: "Durch die Erziehung hat sich vieles verschoben. Es ist daher für die Vereine ganz besonders wichtig, mit den Schulen zusammen zu arbeiten, um wieder neue Kinder für den Fußball zu begeistern."
Die Zusammenarbeit mit den Schulen pflegen die Glonntaler schon seit der Gründung der Schul-/Vereinskooperation TaFI (Talentförderung Fußball in Indersdorf) im Jahr 2003. Aber die Zusammenarbeit mit den Schulen allein reicht längst nicht mehr aus, dem demografischen Wandel zu trotzen. Der prognostizierte Rückgang der jugendlichen Fußballspieler um weitere 10% bis 2016, wird den Vereinen Probleme aufgeben, zu deren Lösung sich die Verantwortlichen der Talentförderung Glonntal für ihren Bereich schon seit geraumer Zeit Gedanken machen. Die Glonntaler gehen dabei zwar davon aus, dass der Anteil der talentierten Spieler konstant bleibt, doch der Prozentsatz der wirklich leistungswilligen Kinder durch vielerlei andere, weniger anstrengungsintensive Angebote weiter sinken wird. Vor dem Hintergrund mittlerweile sehr hoher schulischer Anforderungen muss obendrein damit gerechnet werden, dass Eltern nochmals weniger bereit sein werden, überdurchschnittlich Zeit in den Sport ihrer Kinder zu investieren. Dies ist sowohl für die Kinder als auch für den Sport bedauerlich, liegt aber nicht in der Hand der Sportanbieter. Somit sinkt die Absolutzahl der förderwilligen und -fähigen Kinder weiter.

[Quelle: BFV]
Sigi Frost, Vorsitzender der TaF Glonntal und sportlicher Leiter der TaFI, hat in den vergangenen Wochen auf internen Elternabenden bereits erläutert, wie die Glonntaler sich auf den durch den Verein nicht zu ändernden demografischen Wandel einstellen wollen. Kern der Anpassung ist eine in 2 Schritten umzusetzende Fokussierung auf zukünftig nur noch 10 Spieler pro Jahrgang. Somit muss allerdings auf die für Regionalprojekte nicht mehr darstellbare Idealform der reinen Jahrgangsmannschaften verzichtet und auf jahrgangsgemischte Teams umgestellt werden. In diesen gemischten Mannschaften ist dann allerdings durchgängig die Leistungs-/Willensspitze der Region vertreten, sodass das sportliche Niveau erhalten bleibt. TaF Glonntal verzichtet sehr bewusst auf andere Handlungsmöglichkeiten, wie z.B. die Team-Auffüllung mit nur bedingt geeigneten Ergänzungspielern. Spielerfamilien mit unzumutbar weiten Anreisewegen sollen ebenfalls nicht zur Auffüllung jahrgangsreiner Teams akquiriert werden, da TaF ein Projekt für die Region sein soll. Die vom BFV propagierte Mädchen-Option könnte zwar noch bei den D-Junioren gezogen werden, aber bislang wollte sich trotz Ermunterungen noch kein einziges Mädchen diesen Herausforderungen stellen.
Vorstand, sportliche Leitung und Trainer sind davon überzeugt, dass TaF Glonntal durch diese Maßnahmen mit dem Megatrend des demografischen Wandels zurechtkommen wird und auch weiterhin das hohe Ausbildungsniveau sowie die hohen Ligen halten kann. Die Umsetzung beginnt im Juli 2012 und wird im Jahr 2013 abgeschlossen.
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